Bis ca. Ende Februar 2026 ist der Jupiter am Abendhimmel gut zu sehen, weil er nahe der Erde steht. Bis zum Sommerbeginn wird er sichtbar sein, wird aber immer kleiner.
Saturn betritt im Spätsommer den Abendhimmel, am 21. September steht er in Opposition. Die Sternwarte veranstaltet am 21. und 28.9. spezielle Führungen (ab 20 Uhr), aber auch in den Wochen danach ist der Saturn ein lohnenswertes Beobachtungsziel.
Die übrigen Gasriesen, Uranus und Neptun, sind stets weit weg von uns, unspektakulär zu beobachten, ohne dass man Ringe oder Details erkennen könnte. Außer auf speziellen Wunsch, tauchen sie in unserem Beobachtungsprogramm nicht auf.
Mars braucht noch bis Februar 2027, bis er das nächste Mal in Oppositionsstellung kommt. In Opposition sind uns Planeten besonders nah, aber auch hier gibt es enorme Schwankungen: Trennten und 2003 nur 56 Millionen Kilometer, der kleinstmögliche Wert, liegen wir diesmal bei 101 Millionen Kilometern. Also fast dem doppeltem, was zugleich der größtmögliche Wert ist. Die Sichtbarkeit wird wenig ausgeprägt sein.Spannenend wird es in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober, wenn der Mars durch den Sternhaufen M44 zieht.
Venus kann man ab Mitte Februar nach Sonnenuntergang sehen, bis in den September bleibt das so. Die Beste Sichtbarkeit ist von Mai und Juni. In der zweiten Juni-Woche kommen sie und Jupiter sich sehr nahe.
Merkur ist stets nahe der Sonne, ab und zu geht es sich dann doch aus, dass man ihn erblickt. Kurz nach Sonnenuntergang kann man ihn ab ca. 5. Februar bis Ende des Monats finden. Als Auffindehilfe kann Venus dienen, die sich in der Nähe aufhält, zudem bilden Venus, (Neu-)Mond und Merkur am 18.2. eine Linie.Die nächste Chance gibt es abends vom 22.5. bis 22.6.. Gegen Ende ist der Jupiter in der Nähe, am 16.6. ist der (Neu-Mond) nahe. Die Führung am 8.6. (20 Uhr) wird ganz im Zeichen des Merkur stehen.Eine Morgensichtbarkeit gibt es von Ende Juli bis Mitte August, ebenfalls mit Jupiter in der Nähe.Abermals am Morgen sieht man Merkur von Mitte November bis ins erste Dezemberdrittel.
Der Mond ist unser ständiger Begleiter. Zweimal wird er dieses Jahr vom Erdschatten verfinstert. Das eine Mal ist es zwar total, aber von uns aus nicht beobachtbar. Das zweite Mal ist am Morgen des 28. August, da sind nur 93% des Mondes bedeckt. Aber nicht mal das können wir beobachten, da der Mond während der Verfinsterung schon untergeht.Weltweit findet am 19.9. die Nacht der Mondbeobachtung statt. Die Sternwarte macht mit, um 19 Uhr geht es los!
Die Sonne wird am Abend des 12. August zu 89% verfinstert. Das ist die stärkste Finsternis seit jener vom 11.8.1999. Wer sie total erleben will, muss nach Grönland, Island oder Spanien fahren. Die Sternwarte wird an diesem Tag ab 19 Uhr geöffnet sein.
Sternschnuppenströme gibt es immer wieder. Der Standort mitten in der Stadt ist für die Beobachtung aber eher ungünstig, außerdem kann man Sternschnuppen nicht mit dem Fernrohr beobachten; man hat ja nur leuchtende Luft vor sich.
Kometen gibt es fast ständig, selten sind sie aber spektakulär anzusehen. Spektakulär könnte 2025/R3 werden, allerdings sind die Prognosen unsicher, da der Komet bei Annäherung an die Sonne zerbrechen könnte, und die neusteen Helligkeitsdaten hinter den Prognosen zurückbleiben. Auf jeden Fall wird er nur im April am Morgenhimmel sichtbar sein, und da nicht allzu hoch über dem Horizont.
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