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Sonnenuhr

Hier gibt es alle Neuigkeiten von der Sternwarte und was sich 2017 am Himmel so tut.



Traiskirchner Ferienspiel 2017

Die Sternwarte nimmt am Traiskirchner Ferienspiel 2017 teil. Ortsansässige Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit an Themenveranstaltungen teilzunehmen. Veranstaltungsdetails.


Österreichischer Astronomietag 2017

Am 29. und 30. September 2017 findet der Österreichische Astronomietag statt. Die Sternwarte nimmt mit einer "Langen Nacht der Astronomie und mehr" teil, von 30.9., 16:00 Uhr bis 1.10., 12:00 Uhr ist die Sternwarte durchgehend besetzt und erwartet Sie. Details lesen Sie auf unserer Infoseite zum Österreichischen Astronomietag 2017.


In eigener Sache: Wir feiern Jubiläum!

Das war die Festveranstaltung, die am 11. Mai 2017 stattgefunden hat:

Poster Festveranstaltung

HIER können Sie alles rund um die Veranstaltung nachlesen.

Neue Fernrohre seit September 2016
Das 50jährige Bestandsjubiläum 2017 wird mit einer Modernisierung der Sternwarte begangen! Während der Sommerpause im Juli und August 2016 wurden anstelle der bereits mehrere Jahrzehnte alten Ausrüstung eine neue, computergesteuerte Montierung sowie neue Fernrohre installiert! Diese sind seit September 2016 für den Führungsbetrieb einsatzbereit.


Der Sonnenlauf

Auch wenn man sie nicht sieht, sind während des Tages genausoviele Sterne am Himmel wie in der Nacht. Die Sonne bewegt sich relativ gesehen zu diesen Sternen und Sternbildern, wobei sie den Tierkreis durchläft. Natürlich ist die Bewegung der Sonne nur eine T&aeuml;uschung, in Wahrheit läft die Erde um die Sonne und wir sehen die Sonne immer wieder aus einer anderen Richtung bzw. vor einem neuen Hintergrund.

In den ersten Tagen des Jahres 2017 (genauer gesagt heuer am 4. Jänner) kommt es, wie jedes Jahr, zur größten Annäherung der Erde an die Sonne auf ihrer elliptischen Umlaufbahn. Im weiteren Verlauf des Jänner tritt die Sonne in den Steinbock über. Im Februar passiert der Wechsel in den Wassermann, ehe es im März vor der Kulisse der Fische weitergeht. Der Frühling naht!
Am 20. März überschreitet die Sonne den Himmelsäquator Richtung Norden – Der Frühling beginnt.
Nun geht es mit großen Schritten Richtung Sommer! Die Sonne befindet sich zu diesem Zeitpunkt im Sternbild der Fische. Weiter führt ihre Reise durch Widder (ab Mitte April) und Stier (Mitte Mai), ehe sie rund um den Sommerbeginn (2017 am 21. Juni) in die Zwillinge wechselt.
Zwei Wochen später, am 3. Juli, hat die Erde ihr Aphel, den sonnenfernsten Punkt ihrer Umlaufbahn, erreicht: 152 Millionen Kilometer trennen uns dann von unserem Zentralgestirn. Von dort führt sie ihr Weg weiter durch den Krebs und den Löwen zur Jungfrau. Am 22. September erreicht die Sonne wieder den Himmelsäquator. Das ist gleichbedeutend mit Tag– und Nachgleiche und dem Herbstbeginn.
Die Sonne durchläuft die Sternbilder Skorpion und den Schlangenträger, ehe sie wieder beim Schützen angelangt ist. Am 21. Dezember können wir den tiefsten Sonnenstand des Jahres beobachten – Winterbeginn!

Wann kann die Sonne beobachtet werden? Wir bieten jeden ersten Sonntag im Monat (ausgenommen Sommerpause Juli und August) um 10:30 Uhr Tagbeobachtungen an. Wir haben spezielles Equipment, durch das eine gefahrlose Beobachtung der Sonne möglich ist. Weitere Möglichkeiten bieten sich im Juni an den Abendterminen, wenn die Sonne erst nach 20 Uhr untergeht.


Der Mond

Der Mond braucht rund vier Wochen, um die Erde einmal zu umkreisen. In dieser Zeit durchläuft er einmal den kompletten Zyklus von Neumond, zunehmend bis Vollmond und wieder abnehmend bis Neumond. Zu Vollmond kann es zu einer Mondfinsternis kommen, bei Neumond zu einer Sonnenfinsternis (siehe Rubrik "Großereignisse" weiter unten). Zudem verdeckt der Mond manchmal Planeten oder helle Sterne.

Wann beobachtet man am besten den Mond? Neumond ist unbeobachtbar, aber auch Vollmond ist ungünstig (zu wenig Kontraste). Optimal ist eine schmale Sichel bis zu zwei Drittel Beleuchtung. Um den Mond am Abend beobachten zu können muss er zunehmend sein (dann ist er bei Sonnenaufgang schon über dem Horizont; abnehmender Mond geht hingegen erst nach Sonnenuntergang (schlimmstenfalls früh morgens) auf).


Die hellen Planeten

Die Sichtbarkeitsperioden der Planeten halten sich nicht an fixe Termine, sie ändern sich von Jahr zu Jahr, abhängig vom Lauf der Planeten um die Sonne. Für 2017 gelten folgende Termine:

Merkur kann man Mitte bis Ende September in den Morgenstunden entdecken. Das Jahr schließt mit einigen Tagen, an denen man Merkur am Abend sehen kann.

Venus ist ab März sowohl morgens aufzufinden. Die Morgensichtbarkeit hält bis Anfang Dezember an.

Mars zeigt sich ab Mitte September am Morgenhimmel.

Jupiter erfreut er uns bis Mitte September am Abendhimmel. Ab Mitte November zeigt er sich wieder am Morgen.

Saturn zeigt sich bis Ende November am Abendhimmel.

Wann können Planeten beobachtet werden? Am besten an den Abendterminen, wenn sich der entsprechende Planet über dem Horizont befindet. Venus, Jupiter und Saturn geben aber auch bei den Tagbeobachtungen respektable Objekte ab, wenn sich der entsprechende Planet über dem Horizont befindet. Allerdings sind sie nur dann gefahrlos zu beobachten, wenn sie sich weit genug von der Sonne weg befinden.


Der Sternenhimmel

Die Abfolge der Sternbilder ist jedes Jahr dieselbe. Manche Sternbilder (Kassiopeia, großer und kleiner Bär...) kann man das ganze Jahr über sehen, andere nur zu bestimmten Jahreszeiten. Gleichzeitig kann man die in ihnen enthaltenen Objekte (Sternhaufen, Nebel, Galaxien...) nur zu bestimmten Zeitpunkten sehen. Bei einem Besuch der Sternwarte gibt es also immer wieder Neues zu entdecken!

Jahresbeginn:
Das Wintersechseck (Kapella im Sternbild Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen, Prokyon im Kleinen Hund, Sirius im Großen Hund, Rigel im Orion und Aldebaran im Stier) ist abends im Südwesten auszunehmen. Es verschiebt sich von Tag zu Tag weiter westwärts. Dafür rückt von Südosten das Frühlingsdreieck nach: Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arkturus im Bärenhüter.

Frühling
Typisch für den Früling ist das Frülingsdreieck im Süden, das von den Sternen Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arkturus im Bärenhüter gebildet wird.

Sommer
Im Sommer steht abends das Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler am Himmel hoch im Süden bis Südosten. Beinahe über uns finden wir den Großen Wagen.

Herbst
Im Lauf des Jahres wandert das Sommerdreieck immer weiter westwärts und macht Platz für das Herbstviereck, bestehend aus vier arabisch benannten, eher unspektakulären Sternen im Gebiet von Andromeda und Pegasus.

Winter
Schlussendlich kommt wieder das Wintersechseck (Kapella im Sternbild Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen, Prokyon im Kleinen Hund, Sirius im Großen Hund, Rigel im Orion und Aldebaran im Stier), das den südlichen Platz zum Jahresende einnimmt.

Wann kann man Sterne, Sternbilder und die darin enthaltenen Sternhaufen, Nebel, Galaxien... beobachten? Sobald die Dämmerung weit genug fortgeschritten ist. Vorzugsweise dann, wenn kein oder nur ein schmaler Mond am Himmel zu sehen ist (z.B. bei abnehmenden Mond, der geht erst später auf). Die schönsten Objekte bietet der Herbst, wenn unsere Nachtseite in Richtung Milchstraßenzentrum liegt. Die besten Beobachtungsbedingungen bieten sich jedoch im Winter, wenn es draußen kalt ist und die Luft wenig Feuchtigkeit enthält.


Kometen, Sternschnuppen und Co.

Kometen gibt es eigentlich ständig am Himmel, aber nur wenige werden so hell, dass sich eine Beobachtung ohne Kamera auszahlt.
Für 2017 sind folgende Objekte angekündigt:
leider keine mehr

Sternschnuppen wird man vereinzelt immer wieder sehen, die großen Häufungen treten alljährlich um den 3. Jänner (Quadrantiden), 6. Mai (Eta–Aquariden), 12./13. August (Perseiden), 17. November (Leoniden) und 14. Dezember (Geminiden) auf.

Wann kann man Kometen und Sternschnuppen beobachten? Kometen nur bei dunklem Himmel, möglichst wenn kein oder nur ein schmaler Mond am Himmel zu sehen ist (z.B. bei abnehmenden Mond, der geht erst später auf).
Sternschnuppen kann man mit dem Teleskop nicht beobachten. Hier setzt oder legt man sich in den Stunden nach Mitternacht bis Beginn der Morgendämmerung (da treten mehr Sternschnuppen auf als vor Mitternacht) an einen lauschigen Ort mit möglichst wenig Umgebungshelligkeit und blickt nach oben. Auch hier sollte möglichst kein Mond am Himmel sein (Neumond, zunehmender Mond bis max. Halbmond (geht gegen Mitternacht unter)).


Vorschau auf die weltweiten Großereignisse 2017

Ende September/Anfang Oktober fliegt ein Asteroid sehr nahe an der Erde vorbei. Keine Angst, er wird die Erde nicht treffen. Aber für eine gute Beobachtung ist so ein Asteroid einfach zu klein.


Auf Ihr Kommen freut sich das Team der Sternwarte!