Führungsbetrieb

Der Führungsbetrieb findet von September bis Juni statt, Voranmeldungen sind auf Grund der Coronasituation unbedingt erforderlich. Auch an Feiertagen und in den Weihnachts-, Oster- und Semesterferien sind wir für Sie da. In den Monaten Juli und August ist die Sternwarte in Sommerpause.
 
Führungen dauern durchschnittlich 1 bis 1.5 Stunden, abhängig von den Wetterbedingungen, Lust und Laune der Gäste sowie der Besucherzahl. Vorkenntnisse aus dem astronomischen Bereich sind für den Besuch der Sternwarte keine erforderlich. Der Besuch ist für Interessierte jeden Alters möglich (Achtung: enger Stiegenaufgang, kein Lift vorhanden).
 
Da die Stadtsäle mehrfach genutzt werden kann es passieren, dass einzelne Führungen kurzfristig entfallen (speziell zur Zeit von
Narrensitzungen im Februar, am Rosenmontag oder bei größeren
Theateraufführungen im November). Wir versuchen solche kurzfristigen Ausfälle in unserer Rubrik "Aktuelles" frühestmöglich anzukündigen.

 
Eintritt: Freie Spende!

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Abendführungen

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Jeden Montag um 20:00 Uhr.

Beobachtet werden der Mond, helle Planeten sowie Nebel, Sternhaufen und Galaxien. In den Monaten Mai und Juni ist auf Grund des Sonnenstandes um 20:00 Uhr auch eine Sonnenbeobachtung möglich. Zusätzlich bekommen Sie auch eine Einführung in das Geschehen am Himmel, einen Überblick über die Sternbilder und vieles mehr.

Sonnenführungen

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Jeden ersten Sonntag im Monat um 10:30 Uhr.

Beobachtet wird die Sonne im Weißlicht (Sonnenflecken) sowie im H-Alpha Licht (Protuberanzen). Auch der Mond ist sichtbar, wenn er sich am Taghimmel aufhält. Mit ein wenig Glück kann man sogar einen Planeten entdecken.

Sondertermine

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Kontaktieren Sie uns, wenn Sie zu einem anderen Termin eine Führung wünschen (ganzjährig nach Vereinbarung möglich). Diese Möglichkeit ist vor allem für Gruppen gedacht.

Das Himmelsjahr 2022

Der Sonnenlauf
 
Auch wenn man sie nicht sieht sind während des Tages genauso viele Sterne am Himmel wie in der Nacht. Die Sonne bewegt sich relativ gesehen zu diesen Sternen und Sternbildern, wobei sie den Tierkreis durchläuft. Natürlich ist die Bewegung der Sonne nur eine Täuschung, in Wahrheit läuft die Erde um die Sonne und wir sehen die Sonne immer wieder aus einer anderen Richtung bzw. vor einem neuen Hintergrund.
 
In den ersten Tagen des Jahres kommt es wie jedes Jahr, zur größten Annäherung der Erde an die Sonne auf ihrer elliptischen Umlaufbahn. Im weiteren Verlauf des Jänner tritt die Sonne in den Steinbock über. Im Februar passiert der Wechsel in den Wassermann, ehe es im März vor der Kulisse der Fische weitergeht. Rund um den 20. März überschreitet die Sonne den Himmelsäquator Richtung Norden – Der Frühling beginnt. Nun geht es mit großen Schritten Richtung Sommer! Die Sonne befindet sich zu diesem Zeitpunkt im Sternbild der Fische. Weiter führt ihre Reise durch die Sternbilder Widder (ab Mitte April) und Stier (Mitte Mai), ehe sie rund um den Sommerbeginn (am 21. Juni) in die Zwillinge wechselt. Hier erleben wir die kürzeste Nacht des Jahres.Von dort führt sie ihr Weg weiter durch den Krebs und den Löwen zur Jungfrau. Am 23. September erreicht die Sonne wieder den Himmelsäquator. Das ist gleichbedeutend mit Tag– und Nachtgleiche und dem Herbstbeginn. Die Sonne durchläuft dann die Sternbilder Skorpion und den Schlangenträger, ehe sie wieder im Schützen angelangt. Rund um den 21. Dezember können wir den tiefsten Sonnenstand des Jahres beobachten und die längste Nacht erleben – Winterbeginn! Wann kann die Sonne beobachtet werden? Wir bieten jeden ersten Sonntag im Monat (ausgenommen Sommerpause Juli und August) um 10:30 Uhr Tagbeobachtungen an. Wir haben spezielles Equipment, durch das eine gefahrlose Beobachtung der Sonne möglich ist. Weitere Möglichkeiten bieten sich im Juni an den Abendterminen, wenn die Sonne erst nach 20 Uhr untergeht.
 
 
Der Mond
 
Der Mond braucht rund vier Wochen, um die Erde einmal zu umkreisen (daher die Bezeichnung Monat, abgeleitet vom Mond!). In dieser Zeit durchläuft er einmal den kompletten Zyklus von Neumond, zunehmend bis Vollmond und wieder abnehmend bis Neumond. Zu Vollmond kann es zu einer Mondfinsternis kommen, bei Neumond zu einer Sonnenfinsternis (siehe Rubrik "Großereignisse" weiter unten). Zudem verdeckt der Mond manchmal Planeten oder helle Sterne. Wann beobachtet man am besten den Mond? Neumond ist unbeobachtbar (er fällt uns nur bei einer Sonnenfinstnis auf), aber auch Vollmond ist ungünstig (zu wenig Kontraste). Optimal ist eine schmale Sichel bis zu zwei Drittel Beleuchtung. Um den Mond am Abend beobachten zu können, muss er zunehmend sein (dann ist er bei Sonnenaufgang schon über dem Horizont; abnehmender Mond geht hingegen erst nach Sonnenuntergang (schlimmstenfalls früh morgens) auf. Eine kompakte Übersicht bietet die Website des ZAMG unter https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/klimauebersichten/ephemeriden. Dieses Jahr finden mehrere Mondverfinsterungen statt. Die einzige von uns auch beobachtbare ist die partielle Mondfinsternis am 19. November, aber selbst diese partielle Finsternis können wir nur teilweise beobachten, ehe der Mond für uns untergeht. Details siehe am Ende dieser Seite.
 
 
Die hellen Planeten
 
Die Sichtbarkeitsperioden der Planeten halten sich nicht an fixe Termine, sie ändern sich von Jahr zu Jahr, abhängig vom Lauf der Planeten um die Sonne. Für 2022 gelten folgende Termine für Sichtbarkeiten am  Himmel:
 
Merkur zeigt sich 2022 mit drei Abend und drei Morgensichtbarkeiten. Dabei ist jeweils die Abendsichtbarkeit um den Jahreswechsel 2021/2022 günstig sowie die Morgensichtbarkeit im Oktober. Für Venus ist keine markant gute Sichtbarkeit zu nennen. Erst im Dezember bzw. dann im Jänner 2023 etabliert sich eine extrem gute Abendsichtbarkeit. Am 8. Dezember kommt es zu einer Marsopposition. Leider ist diese mit einer Bedeckung durch den Vollmond gepaart, was zu keiner astronomisch günstigen Opposition führt (nebst der Entfernung von 81 Mio. km). Jupiter hingegen könnte - so das Wetter mitspielt - eine Attraktion im Herbst werden. Um den 23. September zeigt sich der Gasriese in Opposition mit einer durchaus günstigen Kulminationshöhe. Saturn hingegen ist ein Objekt des Spätsommers.
 
 
Der Sternenhimmel
 
Die Abfolge der Sternbilder ist jedes Jahr dieselbe. Manche Sternbilder (Kassiopeia, großer und kleiner Bär...) kann man das ganze Jahr über sehen, andere nur zu bestimmten Jahreszeiten. Gleichzeitig kann man die in ihnen enthaltenen Objekte (Sternhaufen, Nebel, Galaxien...) nur zu bestimmten Zeitpunkten sehen. Bei einem Besuch der Sternwarte gibt es also immer wieder Neues zu entdecken!
 
Jahresbeginn
Das Wintersechseck (Kapella im Sternbild Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen, Prokyon im Kleinen Hund, Sirius im Großen Hund, Rigel im Orion und Aldebaran im Stier) ist abends im Südwesten auszunehmen. Es verschiebt sich von Tag zu Tag weiter westwärts. Dafür rückt von Südosten das Frühlingsdreieck nach: Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arkturus im Bärenhüter.
 
Frühling
Typisch für den Frühling ist das Frühlingsdreieck im Süden, das von den Sternen Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arkturus im Bärenhüter gebildet wird.
 
Sommer
Im Sommer steht abends das Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler am Himmel hoch im Süden bis Südosten. Beinahe über uns finden wir den Großen Wagen.
 
Herbst
Im Lauf des Jahres wandert das Sommerdreieck immer weiter westwärts und macht Platz für das Herbstviereck, bestehend aus vier arabisch benannten, eher unspektakulären Sternen im Gebiet von Andromeda und Pegasus.
 
Winter
Schlussendlich kommt wieder das Wintersechseck (Kapella im Sternbild Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen, Prokyon im Kleinen Hund, Sirius im Großen Hund, Rigel im Orion und Aldebaran im Stier), das den südlichen Platz zum Jahresende einnimmt.
 
Wann kann man Sterne, Sternbilder und die darin enthaltenen Sternhaufen, Nebel, Galaxien... beobachten? Sobald die Dämmerung weit genug fortgeschritten ist. Vorzugsweise dann, wenn kein oder nur ein schmaler Mond am Himmel zu sehen ist (z.B. bei abnehmenden Mond, der geht erst später auf). Die schönsten Objekte bietet der Herbst, wenn unsere Nachtseite in Richtung Milchstraßenzentrum liegt. Die besten Beobachtungsbedingungen bieten sich jedoch im Winter, wenn es draußen kalt ist und die Luft wenig Feuchtigkeit enthält.
 
 
Kometen, Sternschnuppen und Co.
 
Für 2022 sind derzeit keine außergewöhnlichen Kometen zu erwarten.
 
 
Großereignisse 2022
 
2022 finden zwei Sonnenfinsternisse statt, von denen eine aus Österreich partiell zu sehen ist (25. Oktober). Ebenso finden auch zwei Mondverfinsterungen statt. Leider ist von der Totalen am 16. Mai nur ein geringer Teil zu sehen, da der Mond schon bald unter den Horizont wandert.

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